Weniger ist mehr

Überprüfung und Neukalibrierung des variablen Vergütungssystems in der Öl- und Gasindustrie

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Stern Stewart & CO. GmbH
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Ausgangssituation – Komplexität führt zu Intransparenz

Unser Kunde, ein Öl- & Gas Offshore-Unternehmen, richtete vor über 10 Jahren sein variables Vergütungssystem an der Spitzenkennzahl Economic Value Added aus. Zu jener Zeit, Ende der 90er Jahre, waren sogenannte buchhalterische Anpassungen bei der Berechnungslogik des Economic Value Added noch weit verbreitet. So entschied sich auch unser Kunde für die Einführung von insgesamt sieben Anpassungen, die sich sowohl beim Ergebnis als auch auf Seiten des Kapitals niedergeschlagen haben. Durch ein enormes internes Wachstum in Bezug auf Mitarbeiter, Umsatz und Kapitaleinsatz waren die Bonuszahlungen der letzten Jahre einer enormen Volatilität ausgesetzt. Die mittlerweile unpassende Kalibrierung des Systems und die daraus resultierende Schwankungen der Bonuszahlungen führten zu einer mangelnden finanziellen Planungssicherheit bei der Belegschaft Des Weiteren führten die buchhalterischen Anpassungen dazu, dass die eigentliche Berechnungslogik für die Mitarbeiter unverständlich und intransparent war. In Folge rückte dadurch der eigentliche Anreizgedanke in den Hintergrund.

Projektansatz – Verständnis herstellen durch konsequentes Change Management

Der Projektansatz war klar an den zentralen Zielsetzungen des Projektes ausgerichtet: 1) Transparenz wurde hergestellt, indem alle nicht signifikanten Anpassungen zugunsten einer direkten Anbindung an GuV und Bilanz und somit einer größeren Verständlichkeit aufgegeben wurden 2) Volatilität wurde verringert, indem die Kalibrierung des Vergütungssystems, d.h. die Breite des Bonusintervalls verdoppelt wurde 3) Konsistenz wurde sichergestellt, indem auch für die unterste Hierarchie-Ebene eine Nachhaltigkeitskomponente in Form einer „Bonusbank“ implementiert wurde 4) Verständnis wurde durch einen stringenten Change Management Ansatz in Form einer unternehmensweiten Kommunikations- und Trainingsinitiative geschaffen. 

Erkenntnis – Nur wer das Ziel versteht, kann dieses auch erreichen

Ähnlich wie die Schiffe des Kunden in bestimmten Intervallen gewartet werden müssen, sollte auch die Kalibrierung und Feineinstellung eines variablen Vergütungssystems regelmäßig überprüft werden. So kann internen und externen Veränderungen rechtzeitig entgegen gewirkt werden. Allein ein transparentes und verständliches variables Vergütungssystem erfüllt seinen Zweck, nämlich die zielgerichtete Incentiverung bzw. Anreizsetzung für Mitarbeiter. Denn nur wer das Ziel versteht, kann dieses auch erreichen. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder die Relevanz eines voll umfänglichen Change Managements, inkl. Kommunikation und Training, unterschätzt. Letztlich wird es von besonderer Bedeutung sein, den Betriebsrat von Anfang an einzubinden und dessen Bedenken frühzeitig aus dem Weg zu räumen.

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